Taufe im Test: Kirchliche Abstammung
Mit einer Taufe sollen Gläubige erst in den Schoß der kirchlichen Gemeinde aufgenommen werden. Auch das bedarf amtlicher Regelungen und wir zeigen auf, was man bei der Planung einer Taufe zu beachten hat.
Die üblichen behördlichen Papiere sollten vorab gesammelt werden und Unklarheiten bezüglich der verwandtschaftlichen Beziehungen kann auch nach Jahren noch ein Abstammungstest lösen. Terminliche Absprachen, die Bestellung der Paten und die kirchliche Beurkundungen möchten wir Ihnen mit diesem Artikel vorstellen.
Termine zur Taufe
Traditionell finden Taufen an den sogenannten Taufgottesdiensten statt, schließlich geht es bei dieser Zeremonie eigentlich darum, das Kind mit der Taufe in die Gemeinde aufzunehmen, die darum auch wie beim normalen Sonntagsgottesdienst versammelt und als Zeugen anwesend sein sollte. Auch wenn immer weniger Eltern ihre Kinder schon im frühen Alter taufen lassen, so wird dieser Tag bei denen, die das eben doch zu tun wünschen, mehrheitlich zu einem großen Fest der Familie und viele wünschen eben darum einen Termin zur Taufe, der nicht an einem regulären Sonntagsgottesdienst gelegen ist, sondern beispielsweise einen Tag vorher wie an einem Samstag. Der Samstag wird in der Regel nicht zu Gottesdiensten von der Gemeinde genutzt, dennoch sind Taufen an diesem Wochentag alles andere als unüblich. In der Regel kündigt man trotzdem vorher in der Gemeinde die geplante Taufe noch einmal an, sodass deren Mitglieder zu diesem Termin erscheinen könnten, obschon sie nicht unmittelbar zur Familie gehören. Eine geschlossene Gesellschaft im Rahmen einer Taufe abzuhalten, entspricht eben nicht dem Sinnbild der Kirche. Ob solche Termine außerhalb der festgelegten Taufgottesdienste eingerichtet werden könnnen oder nicht, können die Eltern des Taufkindes im Vorfeld mit dem Pastor oder Pfarrer der betreffenden Kirche besprechen.
Kirchliche Abstammung der Eltern und Paten
In der Regel verlangt die Taufe durch einen Pfarrer vorab zumindest, dass ein Elternteil dem entsprechendem Glauben angehört. Auch die Paten sollten zumindest bereit sein, der taufenden Kirche beizutreten. Die Anzahl der Paten kann beliebig gewählt werden. Zwei sind wohl als normal zu bezeichnen, doch es können durchaus auch drei oder vier Paten zur Taufe bestellt werden. Die Aufgabe der Paten zielt auf die Unterstützung der Eltern ab, das Taufkind im Sinne der christlichen Lehre zu erziehen. Ihre Bereitschaft wird mit der Tauffrage innerhalb der Zeremonie, wie auch bei den Eltern selbst, durch den Täufer abgefragt. Die Mitgliedschaft der Paten in einer Kirche ist Voraussetzung, damit die Paten auch als solche im Kirchenbuch und auf der Taufurkunde verzeichnet werden können. Die Ausstellung des jeweiligen Patenscheins übernimmt dann die jeweilige Kirchengemeinde, in der der Pate Mitglied ist.
Taufe für ältere Kinder und Erwachsene
Eine Taufe muss keinesfalls im Kindesalter stattfinden. Viele Eltern überlassen es inzwischen gern den Kindern selbst, ob diese sich später, wenn sie etwas älter sind, dazu entschließen möchten, sich taufen zu lassen und damit einer kirchlichen Gemeinde beizutreten. Dies kann zum Beispiel im Rahmen der Konfirmandenzeit gleichzeitig erfolgen. Auch Erwachsenen können sich jederzeit dazu entschließen, sich taufen zu lassen und dazu vorab das Gespräch mit der jeweiligen Kirche suchen.